Insgesamt wurden 5 Datensätze gefunden und alphabetisch sortiert.


Fremdwort: Daoismus, Taoismus

Übersetzung: chinesische Philosophie und Religion

Info:
Der Daoismus (chin. 道教, dàojiào „Lehre des Weges“), gemäß anderen Umschriften auch Taoismus, ist eine chinesische Philosophie und Religion und wird als Chinas eigene und authentisch chinesische Religion angesehen.

Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jh. v. Chr., als das Daodejing des Laozi entstand.

Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der „Drei Lehren“, die China maßgeblich prägten. Auch über China hinaus haben die „Drei Lehren“ wesentlichen Einfluss auf Religion und Geisteswelt der Menschen ausgeübt.

In China beeinflusste der Daoismus die Kultur in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Ernährungskunde, Medizin, Chemie, Kampfkunst und Geographie.

Aufgrund der verschiedenen Ausprägungsformen, der unklaren Abgrenzung zu anderen Religionen und der mangelnden statistischen Erfassung in der VR China ist die genaue Anzahl der Anhänger des Daoismus nur schwierig zu erfassen. Ca. 8 Millionen Daoisten leben heute auf Taiwan, wo viele der daoistischen Schulen Zuflucht vor der Verfolgung durch die Kulturrevolution suchten.

Die daoistische Vereinigung in der Volksrepublik geht von ungefähr 60 Mio daoistischen Gläubigen in der VR China aus.
Auch unter den Überseechinesen und in anderen asiatischen Ländern wie Malaysia, Singapur, Vietnam, Japan und Korea ist der Daoismus verbreitet.


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Fremdwort: Dee John Dr.,

Übersetzung: Dee John Dr.,

Info:
Dr. John Dee (* 13. Juli 1527 in London; † 1608 oder 1609 in Mortlake-Surrey, England) war ein bekannter britischer Mathematiker, Astronom, Astrologe, Geograph, Mystiker und Berater der Königin Elisabeth I.
Er widmete einen Großteil seines Lebens auch der Alchemie, Divination und Hermetischen Philosophie.
Dr. Dee stand zwischen den Welten der Wissenschaft und Magie, als sie gerade unterscheidbar wurden. Selbst einer der größten Gelehrten seiner Zeit, hielt er bereits in jungen Jahren Vorlesungen in überfüllten Hallen der Universität Paris. Er war ein leidenschaftlicher Befürworter der Mathematik, ein respektierter Astronome und führender Experte in Navigation, und hat viele derjenigen trainiert, die Englands Entdeckungsreisen durchführen sollten. (Er prägte den Ausdruck „Britisches Imperium“.) Zur selben Zeit tauchte er tief in judeo-christliche Magie und Hermetische Philosophie ein und widmete das letzte Drittel seines Lebens nahezu ausschliesslich diesem Vorgehen. Für Dee, wie auch für viele seiner damaligen Zeitgenossen, waren diese Aktivitäten nicht unvereinbar, sondern einzelne Aspekte einer konsistenten Weltanschauung.

Im Jahr 1555, wurde er verhaftet und angeklagt mit „Berechnung“ wegen der Erstellung von Horoskopen für Königin Maria I. und Prinzessin Elisabeth; die Anklagen wurden später erweitert um Verrat an Maria. Dee erschien vor der Sternkammer und entlastete sich selbst, wurde aber dem reaktionären katholischen Bischof Bonner zur religiösen Begutachtung zugewiesen. Seine starke und lebenslange Vorliebe für Geheimhaltung verschlimmerten möglicherweise die Angelegenheiten, diese ganze Episode war immerhin die dramatischste in einer Serie von Angriffen und Verleumdungen, die Dee sein ganzes Leben lang verfolgen sollten. Seinen Namen wieder einmal reingewaschen, wurde Dee bald zu einem engen Freund Bonners.

1564 schrieb Dee die Hermetische Arbeit „Monas Hieroglyphica“ („Die Hieroglyphische Monade“), eine erschöpfende kabbalistische Interpretation einer Glyphe einzigartigen Aufbaus, bestimmt zum Ausdruck der mystischen Einheit der gesamten Schöpfung. Diese Arbeit wurde von vielen Zeitgenossen Dees hoch geschätzt, aber der Verlust der geheimen mündlichen Überlieferung von Dees Umfeld lässt es schwierig erscheinen, die Arbeit heutzutage zu interpretieren.
Er veröffentlichte 1570 „Mathematical Preface“ („Mathematische Einleitung“) zu Henry Billingsleys englischen Übersetzung von Euklids Elementen, worin er die zentrale Bedeutung der Mathematik, sowie deren Einfluss auf die anderen Künste und Wissenschaften, hervorhob. Obwohl eigentlich für den ungebildeten Leser gedacht, erwies es sich als Dees einflussreichstes Werk und wurde häufig nachgedruckt.
In den frühen 1580ern wurde Dee zunehmend unzufriedener mit seinem Fortschritt beim Lernen der Geheimnisse der Natur sowie seinem schwachen Einfluss und geringem Bekanntheitsgrad. Er begann sich dem Übersinnlichen zuzuwenden, in dem Bemühen, Weisheit zu erlangen. Er suchte den Kontakt mit Engeln mithilfe eines „Scryers“, respektive Kristallsehers, der als Medium zwischen Dee und den Engeln fungierte.




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Fremdwort: Divination, Mantik

Übersetzung: Wahrsagerei, Zukunftsdeutung

Info:
Wahrsagerei (auch Mantik genannt) bezeichnet allgemein die vermeintliche Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen.

Wahrsagerei unterscheidet sich von den wissenschaftlichen Methoden der Zukunftsvorherzusage insofern, dass sie meist keine theoretischen Grundlagen besitzt und praktisch aus dem Nichts Schlussfolgerungen zieht, während die Wissenschaft erst durch die Theorie zur Voraussage kommt.

Es ist allerdings keine Seltenheit, dass Mantiker versuchen, scheinbar wissenschaftliche Erklärungen für die Funktionsweise der Vorhersage zu finden, etwa dass die Karten im Tarot durch das Unterbewusstsein beim Mischen beeinflusst wären oder dass in der Astrologie der Mond eine sichtbare Veränderung (Gezeiten) bewirken kann.

Häufig behaupten Mantiker auch, dass ihre Vorhersage auf bestätigten Erfahrungen beruhe, weshalb das Fehlen einer Begründung für die Wirksamkeit, nicht die Wirksamkeit an sich widerlegen könne.


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Fremdwort: Divinationstechniken

Übersetzung: Methoden der Weissagung

Info:
Schon in früher Zeit entwickelten sich viele Methoden:
• Bleigießen
• Werfen kleiner Objekte, z. B. von Knochensplittern,
und Deutung der Muster
• Deuten der Eingeweidestruktur von Opfertieren (siehe Haruspex)
• Flug bestimmter Vögel (Vogelschwärme) (Auspizien)
• Körnerfressen von (heiligen) Hühnern
• Sonstiges Verhalten von Tieren
• Feuer (z. B. Rauchform, schnelles Glühen, ...)
• die Palmblattbibliotheken in Indien
• Lesen von Kokablättern in Peru, Bolivien und anderen
lateinamerikanischen Ländern
• Stichomantie - Weissagung aus der Form von beliebigen Texten
• Onomantie - Weissagung aus dem Zahlenwert der Buchstaben
eines Namens
• Hydromantie - Weissagung aus der Form von Wasser
• Nekromantie - Weissagung durch Kontakt mit den Toten
• Geomantie - Weissagung aus der Erde
• Myomantik - Weissagung aus den Lauten von Mäusen
• Kromniomantik - Weissagung aus der Form von Zwiebelsprossen
• Aeoromantik - Weissagung aus der Form von Wolken
• Xylomantik - Weissagung aus der Form von Zweigen.
• Garosmantie - Weissagung aus bauchigen, mit Wasser
gefüllten Flaschen
• Daphnomantie - Weissagung mittels eines ins Feuer
geworfenen Lorbeerzweigs
Später kamen weitere Techniken, wie zum Beispiel
• das Handlesen
• das Kartenlegen (vgl. Tarot),
• die Kaffeesatzleserei sowie
• Kristallomantie hinzu.

Im Buch „The Concise Lexicon of the Occult” ( ISBN 0806511915 ) sind insgesamt 93 verschiedene Methoden der Weissagung aufgeführt.


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Fremdwort: Dämon

Übersetzung: übernatürliches Wesen, unreiner Geist

Info:
Der Dämon [ˈdɛːmɔn] (Pl.: Dämonen [dɛˈmoːnən]; von griech.: δαίμονας daimonas = das [übernatürliche] Wesen, biblisch (Evangelium nach Matthäus) „der unreine Geist”, aber auch sächlich δαιμόνιον demónion = das Genie) ist ein Fabelwesen.

Im archäologischen Sprachgebrauch meint "Dämon" ein theriokephales, also tierköpfiges Mischwesen (Chimäre) mit mindestens menschengestaltigen Beinen.
Den Gegensatz bilden "Monster", mit denen Mischwesen bezeichnet werden, mit Tierkörpern und Tierköpfen (z. B. Greif oder Mantikor), meist aber Tierkörper mit menschlichem Köpfen wie die Sphinx (Frauenkopf und Löwinnenkörper) oder Zentauren (Menschenoberkörper und Pferdeleib).

Nach kirchlicher Lehre sind die Dämonen, oder auch unreine Geister genannt, einst Engel gewesen, die Gott dienten. Der Engelfürst, welcher als Satan bezeichnet wird, lehnte sich gegen Gott auf, da er seine Freiheit dazu nutzen wollte, selbst Gott zu sein. Gott sollte gestürzt werden, damit Satan sich selbst auf den Thron setzen und über die Schöpfung herrschen konnte. Satan nahm seine Anhänger (wohl ein Drittel der Engel) für diesen Plan zur Hilfe.

Gott war jedoch stärker, ließ Satan und seine Anhänger durch den Erzengel Michael aus dem ewigen feinstofflichen Himmelsreich werfen und beschränkte Satans Herrschaftsbereich auf die grobstoffliche Erde. Von dieser Zeit an würden viele Menschen auf der Erde von Dämonen unsichtbar, aber nicht „unwirkbar”, verführt und bedrängt; siehe auch Besessenheit, Exorzismus.
Wobei gerade diese, ausdrücklich durch Gott zugelassenen, bedrängenden „Prüfungen” den Erdenmenschen zu Reifung und Läuterung ihrer Seelen dienen können, nach eigenem freien Willen.

Ursprünglich aber stammt das Wort vom griechischen daimon ab und heißt wörtlich übersetzt „Schutzgeist“ oder „Schutzengel“. Das Wort daimon wiederum leitet sich vom griechischen daimonion ab, das „Schicksal“ oder „Gewissen”, das den Menschen jederzeit unsichtbar begleitet.
Einige meinen, erst im Lauf des Mittelalters wurde das Wort Dämon bzw. das damit verbundene Wesen ins Negative gestellt.
Christlicher Urglaube aber geht davon aus, dass um jede Menschenseele ein oder mehrere „Schutzgeister” / „Schutzengel” ihre beschützende Funktion ausüben und nur solche Versuchungen und Verirrungen zulassen, die der umsorgten Seele bei deren Aufarbeitung bzw. Bewältigung geistig-seelisch fortentwickelnd dienen können.


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