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Fremdwort: Namenszauber Übersetzung: spezifischere Form des Wortzaubers, magische Praktik Info: Ein Namenszauber ist eine spezifischere Form des Wortzaubers und ist eine magische Praktik, welche Personen mit Hilfe ihres Namens auf magische Weise zu beeinflussen versucht. Zu diesem Zweck werden die Namen des "Opfers" in Gesänge, Zaubersprüche, Erzählungen und ähnlichem eingefügt oder der Name wird während eines bestimmten Rituals schlicht ausgesprochen. Es ist aber auch möglich, dass nur an die betreffende Person in Wort und Bild gedacht wurde (Gedankenzauber). Eine Nebenform ist die Anrufung der Namen mächtiger Ahnen und Götter, die die magische Wirkung des Zaubers verstärken sollten bzw. erst hervorriefen. Viele archaische Kulturen führten darum aus Furcht vor der magischen Einflussnahme durch ihre Namen Geheimnamen ein, die nur Eingeweihte erfahren durften. Eine generelle magische Namensvorstellung liegt der Namenswahl von Kindern und anstrebenden Herrschern zu Grunde. Hier ging man davon aus, dass ein "falscher" Name eine schädliche Wirkung für das heranwachsende Kind haben könnte; wiederum wählten Herrscher häufig Namen von ihren berühmten Vorgängern, um an ihrem Ruhm zu partizipieren. Multimediainfo: Fremdwort: Nekromantie Übersetzung: jede Art von Zauber, dessen Ziel es ist, Kontakt zu Toten aufzunehmen Info: Das Wort Nekromantie leitet sich ab vom altgriech. nekros (Leiche) und von mantis (Weissager ). Totenbeschwörung oder Nekromantie bezeichnet jede Art von Zauber, dessen Ziel es ist, Kontakt zu Toten aufzunehmen, oder Tote physisch wiederzubeleben und so zu Untoten, hier je nach Grad der Verwesung von Zombies bis zu animierten Skeletten, zu machen. Diese sind keinesfalls mit Wiedergängern zu verwechseln, deren Auferstehung nichts mit Nekromantie zu tun hat. Der ausführende Zauberer oder die ausführende Hexe werden Nekromanten genannt. Nekromantie gibt es in zwei Hauptgruppen: 1. Scyomantie, bei der ein Abbild des Verstorben herbeibeschworen wird. Dieser kann Auskunft über Menschen geben, dem Beschwörer schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen und kann Lebende schwächen oder erkranken lassen. 2. Nekyomantie, bei der der gesamte Körper des Verstorbenen reanimiert wird. Dieser "Wiedergänger" soll mystische Fähigkeiten besitzen, ist aber sein zweites Leben lang an seinen Meister gebunden. Dieses zweite Leben endet jedoch meist schnell. Der Grund an den Glauben von Wiedergängern sind wahrscheinlich Scheintote. Es gibt auch eine Erklärung für das Schaben und Kratzen in den Gräbern. Oft wurden Leute während der Zeit der Pest noch lebendig verscharrt. Verzweifelt versuchten sie sich aus ihrem Gefängnis zu befreien, bis sie qualvoll erstickten. Im allgemeinen wird die Nekromantie, insbesondere die Animation von Toten, zur Schwarzen Magie gezählt und gilt somit als moralisch zumindest zweifelhaft. Der Unterschied zum Spiritismus ist, dass in der Nekromantie das Erscheinen des Geistes herbeigezwungen wird, während im Spiritismus geduldig auf eine Geistererscheinung gewartet wird. Totenbeschwörungen sind auch essentieller Teil der Yoruba-Religionen (z.B. des Voodoo), sowie des Spiritismus und des Okkultismus. Totenbeschwörungen können auch Teil von Krisenkulten sein, wenn von den erweckten Toten die Lösung des Problems erwartet wird. Oft wird fälschlich Nekromantie mit Nigromantie gleichgesetzt. Bei Paracelsus bedeutet Nigromantie die Beschwörung der Gestirngeister. Das Wort Nigromantie bezeichnet aber lediglich die mittelalterliche Wortneubildung für Nekromantie. Diese mittelalterliche Bezeichnung für magische Beschwörungs- und Weissagungstechniken (Mantik), war von der christlichen Glaubenslehre als superstitiös (abergläubisch) untersagt. Das Wort scheint aus einer Verschmelzung des alten griech.-lat. Begriffs der Nekromantie ("Totenbeschwörung") mit lat. niger "schwarz" entstanden (vgl. "Schwarze Magie"). Von der Existenz und Wirksamkeit solcher Techniken war man grundsätzlich überzeugt. Sie wurden im Wissenssystem des Mittelalters neben den artes liberales und den artes mechanicae als artes magicae (auch artes incertae, artes inhibitae) klassifiziert. Die Grenzen zwischen Naturwissenschaft und verdachterregender Magie waren dabei fließend. Vielen Gelehrten, die sich mit Mathematik, Astronomie, Ingenieurskunst, Alchemie, Medizin u.ä. beschäftigten, heftete ihre Umwelt das Etikett des Zauberers an (z. B. Gerbert von Reims). Sogar dem Dichter Vergil wurden seit dem 12. Jahrhundert technische Wunderwerke zugeschrieben, die ihn zum Nekromanten stempelten. Im 14. Jh. behandelte der Arzt Johannes Hartlieb in seinem »Buch aller verbotenen Künste« (1455/56) die nigramancia als eine von sieben mantischen Künsten. Multimediainfo: Fremdwort: Nigromantie Übersetzung: mittelalterliche Bezeichnung für magische Beschwörungs- und Weissagungstechniken Info: Nigromantie ist eine mittelalterliche Bezeichnung für magische Beschwörungs- und Weissagungstechniken (Mantik), die von der christlichen Glaubenslehre als superstitiös (abergläubisch) untersagt waren. Das Wort scheint aus einer Verschmelzung des alten griech.-lat. Begriffs der Nekromantie ("Totenbeschwörung") mit lat. niger "schwarz" entstanden (vgl. "Schwarze Magie"). Von der Existenz und Wirksamkeit solcher Techniken war man grundsätzlich überzeugt. Sie wurden im Wissenssystem des Mittelalters neben den artes liberales und den artes mechanicae als artes magicae (auch artes incertae, artes inhibitae) klassifiziert. Die Grenzen zwischen Naturwissenschaft und verdachterregender Magie waren dabei fließend. Vielen Gelehrten, die sich mit Mathematik, Astronomie, Ingenieurskunst, Alchemie, Medizin u.ä. beschäftigten, heftete ihre Umwelt das Etikett des Zauberers an (z. B. Gerbert von Aurillac). Sogar dem Dichter Vergil wurden seit dem 12. Jahrhundert technische Wunderwerke zugeschrieben, die ihn zum Nekromanten stempelten. Im 14. Jh. behandelte der Arzt Johannes Hartlieb in seinem »Buch aller verbotenen Künste« (1455/56) die nigramancia als eine von sieben mantischen Künsten Multimediainfo: Fremdwort: Nostradamus Übersetzung: Michel de Nostredame oder Michel de Notredame Info: Nostradamus, latinisiert für Michel de Nostredame (in modernem Französisch: Michel de Notredame), (* 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy-de-Provence, Provence; † 2. Juli 1566 in Salon-de-Provence) war Apotheker und angeblich Arzt von Beruf, wurde aber bereits zu Lebzeiten für seine Prophezeiungen berühmt, worüber die Ansichten jedoch kontrovers sind. 1529 versuchte er in Montpellier das Studium der Medizin aufzunehmen, um sein Doktorat zu erwerben, wurde aber kurz danach wieder hinausgeworfen (das Dokument [BIU Montpellier, Register S 2 folio 87] existiert noch), weil er Apotheker und deshalb "Handarbeiter" gewesen war. Ob er irgendwo anders studiert hat und tatsächlich Doktor geworden ist, ist völlig unbekannt, obwohl manche Herausgeber und Korrespondenten ihn so genannt haben. Bekannt ist nur, dass er sein Wanderleben wieder aufgenommen hat. 1533 oder 1534 erhielt er einen Brief des bedeutenden Humanisten Julius Caesar Scaliger, der ihn schließlich einlud auf seinem Gut de l'Escale in Agen zu wohnen, wo er sich vier Jahre lang aufhielt. Er heiratete eine junge Adlige, deren Namen heute mit Henriette d'Encausse angegeben wird, 14 Jahre alt, mit der er nach kurzer Zeit einen Sohn und eine Tochter hatte. Nostradamus verlor seine Familie 1535 durch eine nicht genau bekannte Infektionskrankheit (Pest oder die erstmals auftretende Diphtherie). Dieser familiäre Verlust, mit dem wegen seines Versagens als Pestarzt ein Ansehensverlust einherging, verbunden mit Streitigkeiten mit den Eltern seiner Frau um die Rückgabe der Mitgift, Streit mit Scaliger und eine Vorladung der Inquisition nach Toulouse waren für ihn wohl Anlass genug, erneut auf Reisen zu gehen. In den nächsten fünf Jahren soll er durch das Elsass, Lothringen, Deutschland und in Italien gereist und 1541 wieder in die Provence zurückgekehrt sein. Seine Aufenthalte sind jedoch nicht zu belegen. 1544 arbeitete er als Pestarzt in Marseille, ab Ende Mai 1546 in Aix, Salon und 1547 kurz auch in Lyon. Im Jahr 1547 starb sein Vater, und im selben Jahr heiratete er ein zweites Mal am 26. November die Saloner Witwe Anne Ponsarde. Da seine Frau vermögend war, konnte er sich in den folgenden Jahren vorwiegend seinen schriftstellerischen Arbeiten widmen. Aus dieser Ehe gingen 3 Söhne und 3 Töchter hervor, unter anderem Cesar, der im Jahre 1553 geboren wurde. Er scheint sich nicht darauf beschränkt zu haben, Einkünfte aus Horoskopen und der Veröffentlichung von Prophezeiungen zu ziehen, bzw. das Vermögen seiner Frau zu verzehren. In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 1566 starb Nostradamus mit 62 Jahren an Wassersucht, vermutlich eine Folge der seit vielen Jahren chronischen Gicht, die zu Nierenversagen führte. Er wurde in der Minoritenkirche Saint-François-de-Salon begraben. In den Wirren der Französischen Revolution wurde sein Grab 1791 von Nationalgardisten aus Marseille geschändet und die Knochen zerstreut. Bei dieser Gelegenheit soll einer der Soldaten Nostradamus' Schädel als Trinkschale verwendet haben. Schließlich wurden die Reste der sterblichen Überreste in einer Seitenkapelle der Dominikanerkirche Saint-Laurent-de-Salon erneut bestattet. Seine Frau Anne überlebte ihn um 18 Jahre, sie starb 1584. Die Spur der Familie verliert sich dann im 17. Jahrhundert. Die Prophezeiungen: Drei Jahre nach seiner Eheschließung, im Jahr 1550, begann Nostradamus mit der Veröffentlichung von jährlichen Almanachen für die Landwirtschaft (die aber eher für den Adel und das Bürgertum gedacht waren, da die bäuerliche Bevölkerung zu der Zeit kaum lesen konnte), in denen die ersten Prophezeiungen für das jeweilige Jahr abgedruckt wurden, die fünf Jahre später auch Vierzeiler enthielten. Nostradamus hielt an der Veröffentlichung dieser Almanache bis zu seinem Todesjahr fest. Diese Broschüren wurden mit Prophezeiungen in Prosa und auf Französisch statt des bisher üblichen Latein veröffentlicht. Aber erst 1555 ging er mit dem an die Öffentlichkeit, was ihn letztendlich berühmt machte. Typische Merkmale seiner Prophezeiungen sind das fast vollständige Fehlen von konkreten Zeitangaben und Namen und eine sehr metaphorische Sprache, die die Prophezeiungen bis in unsere Zeit rätselhaft hält und auch dann noch immer neue Deutungen zulässt. In viele Verse sind Hinweise auf astrologische Konstellationen eingebaut. Bis zu seinem Tod veröffentlichte er sieben Centurien - von drei weiteren wird ohne Beleg angegeben, sie seien bereits zu seinen Lebzeiten erschienen. Des weiteren sollen sich in seinem Nachlass weitere Texte gefunden haben, die zum Teil in Prosa verfasst waren, zum Teil als Sechszeiler. Die Prosatexte sind (wenn nicht die Almanachen selbst) verloren gegangen, die Sechszeiler werden als 11. und 12. Centurie gehandelt, obwohl sie bei weitem nicht aus 200 Strophen bestehen. Eine auch für Nostradamus unerfreuliche Tatsache war es jedoch, dass bereits kurz nach dem Erscheinen seiner Prophezeiungen nicht nur Schmähschriften gegen ihn, sondern auch Fälschungen kursierten, mit denen von seinem Erfolg profitiert werden sollte. Berühmt machten ihn ursprünglich ab 1550 seine Almanachs. Erst 1614 wurde zum ersten Mal von seinem Sohn Cesar die Strophe 35 seiner ersten Centurie von 1555 mit dem Tod Königs Heinrich II. verbunden (Nostradamus selbst habe nie von der Idee gehört, nahm dafür vielmehr die Strophe III.55 in einem Brief von 1562 an Jean de Vauzelles in Anspruch), wird aber heute oft als Grund für seine Berühmtheit fehlerhaft zitiert: "Le lyon ieune le vieux surmontera, En champ bellique par singulier duelle: Dans cage d'or les yeux luy creuera, Deux classes vue, puis mourir, mort cruelle." "Der junge Löwe wird den alten besiegen, Auf dem Schlachtfeld in einem einzigen Duell: Im goldenen Käfig wird er ihm die Augen ausstechen, Zwei Flotten/Armeen einig, dann wird er einen grausamen Tod sterben." Am 30. Juni 1559, bei der Feier des Friedens von Cateau-Cambrésis, bestritt Heinrich II. (* 1519) auf der Rue Saint-Antoine in Paris einen Turnierzweikampf mit stumpfen Waffen mit dem Grafen Montgomery (* um 1530), dem Hauptmann der schottischen Garde; dessen Lanze brach, und ein Splitter drang durch das Visier des Helms über dem rechten Auge des Königs ein. Heinrich II. starb 10 Tage später, am 10. Juli, an einer Hirnhautentzündung. Obwohl diese Quatrain stets angeführt wird, wenn ein Beispiel für Nostradamus' erfolgreiche Prophezeiungen zu geben ist, so ist sie durchaus nicht präzise. Dass Heinrich einen goldenen Helm trug, ist nicht belegt. Auch die Bezeichnung des Gegners als junger bzw. alter Löwe ist unklar: man hat es auf die Turnierembleme gedeutet, jedoch ist weder von Heinrich noch von Montgomery die heraldische Verwendung eines Löwen belegt (das Emblem der Valois-Könige ist zudem der Hahn). Der Lanzensplitter drang nicht ins Auge, sondern darüber ein, das Auge selbst blieb unverletzt. Es handelte sich auch nur um eine Wunde, obwohl einige Berichte von einer weiteren Verletzung am Hals sprechen. Leitet man classes alternativ zum griechischen klasis vom lateinischen classis (Flotte) ab, wird der Sinn auch nicht klarer. Und schließlich kann ein Turnierkampf nur übertragen als Duell auf dem Schlachtfeld gelten. Kulturelles Vermächtnis Dank seines Almanachs schon zu Lebzeiten berühmt, ist Nostradamus bis heute einer der bekanntesten Verfasser von Prophezeiungen. Er selbst ist Gegenstand mehrerer Filme und Romane, und seine Prophezeiungen - oder Imitationen, die ihm zugeschrieben werden - werden immer wieder in Buchform verlegt. Auch heute noch gibt es Menschen, denen die Prophezeiungen des Nostradamus als Offenbarung der Zukunft gelten. Infolge der vielfachen Interpretationsmöglichkeiten der Aussagen lassen sich auch immer wieder Übereinstimmungen zwischen Voraussagen und tatsächlichen Ereignissen finden. Interpretationen von Prophezeiungen, also auch von Nostradamus' Versen, sind insbesondere in Zeiten von Krieg oder wirtschaftlicher Instabilität besonders gefragt. Seine Verse haben einen pessimistischen Grundton und werden folglich häufig auch so ausgelegt, mit einem düsteren Blick in die Zukunft. Doch Nostradamus wollte mit seinem Werk den Menschen, wie er es selbst sagte, helfen und sie nicht erschrecken. Er wollte, dass die Menschen eines Tages die Zukunft aus seinen Versen lesen können und damit den Verlauf der Geschichte im positiven Sinne verändern würden. Multimediainfo: Hier geht es zum Esoterik Shop - Gesamter Produktkatalog |
Vieles ist häßlich zu tun, was doch vollendet gefällt.[Ovid]
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