Insgesamt wurden 9 Datensätze gefunden und alphabetisch sortiert.


Fremdwort: Paradigmenwechsel

Übersetzung: oft radikale Änderung des Blickwinkels

Info:
Als Paradigmenwechsel wird eine (oft radikale) Änderung des Blickwinkels auf ein wissenschaftliches Feld, auf dessen Paradigma, bezeichnet und dabei die Grundlage für eine Weiterentwicklung gegeben. Festgestellt wird dieser Wechsel von der betreffenden "Wissenschaftsgemeinde".

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Fremdwort: Paraphernalia

Übersetzung: Gegenstände die zur Ausübung einer Tätigkeit nötig sind

Info:
Als Paraphernalia (Singular Paraphernalium) bezeichnet man allgemein Gegenstände, die zur Ausübung einer Tätigkeit nötig sind.

Das Wort leitet sich ab vom griechischen parapherna, von para, neben und pherna, Mitgift. Die Wortverbindung bezeichnet demnach das persönliche Eigentum der Braut, abseits der Mitgift, die traditionell in den Besitz des Ehemannes überging.


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Fremdwort: Pentagramm

Übersetzung: fünfeckiger Stern bzw. Bannzeichen für das Böse

Info:
Das Pentagramm (griechisch pentágrammos: mit fünf Linien) ist ein fünfeckiger Stern, der sich ergibt, wenn die Diagonalen eines regelmäßigen Fünfecks nachgezogen werden.

Eine ebenfalls mögliche Bezeichnung für ein Pentagramm ist »Pentalpha«, da sich das Symbol auch durch fünf ineinanderstehenden Alphas („A“) bilden lässt.
Ein von einem Kreis umschlossenes Pentagramm nennt man »Pentakel«.

Im Volksglauben gilt es als Bannzeichen für das Böse. Vergleiche Goethes, Faust I, Studierzimmer, Faust zu Mephisto: „Das Pentagramma macht dir Pein?“. Im Volksglauben hinderte ein Pentagramm, auf die Türschwelle gezeichnet, böse Geister daran, sie zu überwinden.


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Fremdwort: Periodikum

Übersetzung: regelmäßig erscheinendes Druckwerk

Info:
Unter Periodikum wird im Bibliothekswesen im Gegensatz zu Monografien ein (in der Regel) regelmäßig erscheinendes Druckwerk bezeichnet

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Fremdwort: Planet

Übersetzung: Der Umherschweifende, der Wanderer

Info:
Ein Planet im engeren Sinn ist ein Himmelskörper,
- der sich auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne bewegt,
- dessen Masse groß genug ist, dass sich das Objekt im hydrostatischen Gleichgewicht befindet,

Somit besitzt er eine näherungsweise kugelähnliche Gestalt und ist das dominierende Objekt seiner Umlaufbahn, das heißt, der diese von weiteren Objekten „geräumt“ hat.

Im weiteren Sinn der extrasolaren Planeten versteht man darunter auch einen entsprechend großen Körper, der einen anderen Stern umläuft, im Innern frei von Kernfusionsprozessen ist und sichtbares Licht somit nur reflektiert und nicht selbst aussendet.

Der Name stammt vom griechischen Πλανήτης (planétes) und bedeutet „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Daher wurden früher Planeten auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet.


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Fremdwort: Poltergeist

Übersetzung: harmloser Spuk mit Auftreten von Klopfgeräuschen, elektrischen Störungen, Bewegung von Gegenständen

Info:
Poltergeist bezeichnet in den Parawissenschaften das Auftreten von Klopfgeräuschen, elektrischen Störungen, Bewegung von Gegenständen und Ähnlichem, die im deutschen Sprachgebrauch als – relativ harmloser – Spuk, übernatürliche Erscheinungen oder okkulte Phänomene gedeutet werden, weil zunächst keine physikalische Ursache erkennbar ist.

Viele Poltergeist-Erscheinungen stellen sich bei genauer Untersuchung als Schabernack heraus oder lassen sich auf Naturphänomene (Wind- und Wettereinfluss etc.) zurückführen.

Der Begriff ist hauptsächlich im anglo-amerikanischen Sprachbereich üblich. Insbesondere dem englischen Adel dienen Poltergeister als Touristenattraktion für die Schlösser.

Daneben soll es jedoch auch parapsychologisch relevante Poltergeistphänomene mit Klopfgeräuschen und Objektbewegungen geben, die angeblich nicht durch unmittelbare physikalische Einwirkung verursacht werden. Sie sollen bevorzugt in Gegenwart pubertierender oder medial veranlagter Personen auftreten.
Daher erklärten die amerikanischen Parapsychologen J. Gaither Pratt und William G. Roll Poltergeistphänomene 1958 als wiederkehrende spontane Psychokinese.
Danach ist der Poltergeist kein intelligentes, unabhängiges Phantom, also kein realer Geist, sondern eine mentale Projektion bzw. eine unterbewusste Persönlichkeitsabspaltung insbesondere seelisch angespannter Pubertierender, die sich in psychokinetischen Effekten „entladen“ kann.
Auch der Freiburger Parapsychologieprofessor Hans Bender hatte angeblich in den 60er und 70er Jahren mit mehreren solcher durch Jugendliche unterbewusst verursachten Poltergeistphänomene zu tun.


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Fremdwort: Prophezeiung

Übersetzung: aussprechen, aussagen, für jemanden sprechen

Info:
Das Wort Prophezeiung (bzw. Prophetie) stammt vom griechischen Wort propheteía, was „aussprechen”, „aussagen” oder „für jemanden sprechen” bedeutet (φεµι [femí] = ich spreche; pro = für, heraus, anstelle).

Im Allgemeinen wird eine Prophezeiung als eine Aussage über die Zukunft bezeichnet, also eine Voraussage, die im Gegensatz zu einer (wissenschaftlichen) Prognose aus der Intuition oder Inspiration einer besonders befähigten Person, beispielsweise einem Propheten kommt.
Der Begriff umfasst auch die Verkündigung einer Wahrheit oder einer seherischen oder göttlich bewirkten Erkenntnis, die sich auf die Gegenwart bezieht. Am häufigsten kommt es zu Prophetien und prophetischen Ermahnungen in gesellschaftlich oder religiös krisenhaften Zeiten, wie sie in der Bibel und anderen herausragenden Büchern überliefert sind.

Beide Bedeutungen - die zukunfts- und die gegenwartsbezogene - sind im Wort Weissagung enthalten.


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Fremdwort: Psyche

Übersetzung: Seele

Info:
Der Begriff Seele, nach der altgriechischen Sprache psyche oder auch pneuma, lateinisch anima, wird abhängig vom Kontext in verschiedenen Bedeutungen verwendet.

Der englische Begriff soul z.B. deckt sich der Bedeutung nach nicht völlig mit dem deutschen Begriff Seele. Der Begriff soul versteht sich praktisch nur als religiöse Vorstellung einer von Gott geschenkten und nach dem Tod weiterlebenden Seele.

Im Deutschen hat der Begriff Seele zwar ebenfalls einen religiösen Hintergrund, wird jedoch häufig auch durch den Begriff Psyche oder Geist ersetzt.

Das Gefühlsleben wird im altgriechischen Sinn als thymos von der antiken Vorstellung der Seele, psyche, unterschieden.


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Fremdwort: Ptolemäus Claudius

Übersetzung: Ptolemäus Claudius

Info:
Claudius Ptolemäus (griech. Κλαύδιος Πτολεμαῖος, Klaúdios Ptolemaíos, lat. Claudius Ptolomaeus) (* um 100, vermutlich in Ptolemais Hermii, Ägypten; † um 175, vermutlich in Alexandria, Ägypten), war ein griechischer Mathematiker, Geograph und Astronom.
Ptolemäus wirkte wahrscheinlich in Alexandria (Ägypten).

Er schrieb die Mathematike Syntaxis (mathematische Zusammenstellung), später Megiste Syntaxis (große Zusammenstellung), heute Almagest (abgeleitet vom Arabischen al-Majisṭī) genannte Abhandlung zur Mathematik und Astronomie in 13 Bücher.
Sie war durch das Mittelalter ein Standardwerk der Astronomie und enthielt neben einem ausführlichen Sternenkatalog eine Verfeinerung des von Hipparchos von Nicäa vorgeschlagenen geozentrischen Weltbildes, das später nach ihm »Ptolemäisches Weltbild« genannt wurde.
Damit verwarf er das von Aristarchos von Samos und Seleukos von Seleukia vertretene heliozentrische Weltbild, welches erst 1300 Jahre später durch Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler und Galileo Galilei durchgesetzt werden sollte.

Nach Ptolemäus befindet sich die Erde fest im Mittelpunkt des Weltalls. Alle anderen Himmelskörper (Mond, Sonne, Planeten, Sterne) bewegen sich auf als vollkommen angesehenen Kreisbahnen um diesen Mittelpunkt. Um astronomische Beobachtungen mit diesem System in Einklang zu bringen, war es allerdings notwendig, alle Himmelskörper auf ihren Bahnen weitere Kreise um diese Bahn ziehen zu lassen (so genannte Epizykel, siehe Epizykeltheorie), und teilweise auch wieder Bahnen um diese Bahnen. Durch den Einsatz von etwa 80 solcher Bahnen konnte Ptolemäus die Beobachtungen in Einklang mit seinem Modell bringen.
Das ptolemäische Weltbild war in der Genauigkeit seiner Bahnvorhersage auch dem heliozentrischen Weltbild des Nikolaus Kopernikus überlegen, welches (fälschlicherweise) annahm, dass die Planeten die Sonne auf Kreisbahnen umliefen.
Erst Keplers Entdeckung, dass die Planeten auf Ellipsen um die Sonne laufen, führte zu einem genaueren Modell und letztendlich zur Annahme eines kopernikanischen Weltbildes. Diese Berechnungsmethoden waren äußerst präzise (lange Zeit auch präziser als die Keplerschen) und in ihrer Grundidee als Berechnungsmethode auch richtig, nicht allerdings in ihrer philosophischen Deutung, dass sich alles um die Erde als Mittelpunkt dreht. Der Durchbruch und Erfolg der Keplerschen Berechnungen lag dabei weniger daran, dass die Sonne und nicht mehr die Erde im Mittelpunkt der Bewegungen stand, sondern in der Tatsache, dass Kepler Ellipsenbahnen und keine Kreisbahnen mehr verwendete, was zu einer größeren Übereinstimmung mit den real von Tycho Brahe und später Galilei gemessenen Planetendaten führte.
Weiterhin verfasste Ptolemäus die Geographia (Geographike Hyphegesis, Explicatio geographica, geografische Anleitung), in der die bekannte Welt und ihre Bewohner aufzeichnete und den bis in das 20. Jahrhundert als Referenz verwendeten Ferro-Meridian definierte. Außerdem legt er darin seine Hypothese vom unbekannten Südkontinent Terra Australis dar. Ptolemäus war bekannt, dass die Erde eine Kugel ist, und benutzte für seine Karten eine Projektion der Kugelfläche in die Ebene. Allerdings nutzte er Informationen aus zweiter Hand oder Legenden, sodass seine Darstellungen, insbesondere der behandelten Völker, oft ungenau oder sogar irreführend sind.


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