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Fremdwort: Talisman

Übersetzung: allgemeiner Glücksbringer, soll gegen Krankheiten und Zauberei schützen

Info:
Der Talisman (von arab. tilsam, Zauberbild – Plural tilsamat oder talasim) kann an der Kleidung getragen oder in bzw. an Wohnungen angebracht werden. Er soll gegen Krankheiten und Zauberei schützen oder als allgemeiner Glücksbringer dienen.

Damit unterscheidet er sich in gewisser Hinsicht vom Amulett, das zielgerichtet und absichtsvoll auf eine ganz bestimmte Wirkung hin eingesetzt wird. Ursprünglich waren meist Bilder aus Metall oder Stein in Gebrauch.

Die Ursprünge liegen in der Metallreligion der alten Akkadier. Talismane waren besonders im alten Babylon und Ninive im Gebrauch, wo kein Gebäude ohne schützendes Bild (meist Zwittergestalten von Göttern, Menschen und Tieren) gebaut wurde. Auch in den arabischen Erzählungen spielt der Talisman eine wichtige Rolle. Ähnliche Dinge waren die Skarabäen der Ägypter, die Abraxasgemmen der Gnostiker, die Alraunen und der Allermannsharnisch des Mittelalters, die Siegessteine der Wielandsage und die meist nur mit magischen Zeichen und Sprüchen beschriebenen Amulette.

Trotz vielfach erfolgter kirchlicher Verbote haben sich Glücksbringer wie die Hasenpfote, vierblättrige Kleeblätter Trifolium oder Oxalis, das Hufeisen oder der Glückspfennig bis heute gehalten.

Man muss zwischen Talisman und Glücksbringer klar differenzieren, da ein Talisman selbstgewählt ist und nicht mit der eigentlichen Situation zu tun hat. Es kann ein Gegenstand von hohem emotionalen Wert sein. Der Glücksbringer hingegen hat jemandem in einer heiklen Situation Glück gebracht oder gilt allgemein als glücksbringend wie das Hufeisen


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Fremdwort: Taphephobie

Übersetzung: die Begräbnisangst

Info:
Die Taphephobie (griechisch ταφηφοβία, tafifowía - die Begräbnisangst, von ταφή, tafí - das Begraben und φοβία, fowía - die Phobie, Angst) bezeichnet die Angst, lebendig begraben zu werden.

Die übertriebene Angst, lebendig begraben zu werden, ist keine völlig absurde Phobie, sondern hat einen realen Hintergrund: In früherer Zeit war es durchaus nicht selten, dass Menschen für tot gehalten wurden, obwohl sie noch lebten. Diese Scheintoten wurden begraben und kamen erst im Sarg tief unter der Erde wieder zu sich und erstickten qualvoll.
Dass jemand lebendig begraben worden war, erkannte man meist erst nach einer Umbettung, wenn das Skelett in einer verdrehten Position im Sarg lag oder Kratzspuren auf der Innenseite des Sarges sichtbar waren.
Einige technische Hilfsmittel wurden erdacht, um dieser Situation zu entkommen, etwa eine Schnur, mit der der eventuell Scheintote eine Glocke am Grab auslösen konnte. Weit verbreitet war auch der Wunsch eines Verstorbenen, ein sog. Totenhorn mit ins Grab zu bekommen. Dabei wurde ein langes Horn durch den Sarg bis hin zur Oberfläche gelegt, sodass im Falle eines Scheintodes der Verstorbene nur in dieses Horn zu blasen brauchte um auf sich aufmerksam zu machen und so dem Erstickungstod zu entgehen.

Die Gefahr, lebendig begraben zu werden, ist heutzutage durch relativ sichere Diagnosemöglichkeiten geringer (Pflicht zur äußeren, unter Umständen auch zur inneren Leichenschau mit Feststellen der sicheren Todeszeichen, in den Kliniken bei Intensivpatienten daneben beispielsweise auch EEG im Rahmen der Hirntoddiagnostik). Taphephobie ist heutzutage weniger verbreitet als früher.



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Fremdwort: Tora

Übersetzung: bedeutet Lehre, Belehrung, Unterricht, Anweisung, Gesetz

Info:
Tora (hebr. תורה; etymologisch hebr.: jarah = unterweisen, kausat.; andere Schreibweisen: Torah, Thora) bedeutet Lehre, Belehrung, Unterricht, Anweisung, Gesetz.

Die Tora ist zugleich der erste und wichtigste Hauptteil der hebräischen Bibel. Darin sind insgesamt 613 Tora-Gebote enthalten. Sie umfasst die fünf Bücher Mose, die in der neuzeitlichen Bibelforschung Pentateuch genannt werden. Diese bilden auch im Alten Testament des Christentums den ersten Hauptteil, der mit Gottes Offenbarung an die Erzväter und Israel grundlegende Glaubensinhalte enthält.

An die geoffenbarten Gebote der Tora hat sich im Judentum eine lange Tradition ihrer mündlichen Deutung, Präzisierung, Abwägung und Ergänzung angeschlossen: Diese ist seit 70 n. Chr. in der Mischna und im Talmud gesammelt und für Juden verbindlich tradiert worden. Die wichtigsten Gebote der Tora sind in dieser rabbinischen ebenso wie in der urchristlichen Tradition die Zehn Gebote und das Gebot der Nächstenliebe. Auch ein Teil der übrigen Toragebote ist in der Auslegung, die Jesus von Nazaret ihnen gab (z.B. in der Bergpredigt), für Christen weiterhin verbindlich


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