Astrologie – Stammbaum der Orakelkunst

Der Stammbaum der Orakelkunst

Noch heute ist die Ahnenforschung eine beliebte Methode um Details aus dem Leben der eigenen Vorfahren und Urahnen zu erhalten. Mittels aufgestelltem Stammbaum steigt die Wahrscheinlichkeit der Erkenntnis - nicht nur Heilige oder Geistesgrößen waren unter Ihnen, mitunter auch einmal schwarze Schafe, oder einfach nur Einfältige, welche das Mittelmaß waren.


Der Stammbaum der Orakelkunst bietet ein ähnliches buntes Gebilde, wozu Frauen und Männer mit tadellosem Ruf oder hohen Geistesgaben zählten, ebenso aber auch Laster- und Tugendhafte, wie der Okkultist Simon Forman, der zur Zeit von Königin Elisabeth I. lebte. Die meisten Zukunftsdeuter fallen natürlich zwischen diese beiden Extreme, wie beispielsweise der berühmte Seher aus dem sechzehnten Jahrhundert Nostradamus. Ihm war es, als einer der Wenigen, vorbehalten Monarchen mit seinem hellseherischen Wahrsagen, beratend zur Verfügung zu stehen. Die genaue Entschlüsselung seiner Voraussagen, ist allerdings, wie in den letzten vierhundert Jahren, noch immer umstritten.


Nicht vorenthalten möchten wir Ihnen den englischen Astrologen William Lilly. Der erfolgreiche Herausgeber von astrologischen Almanachen, welche so berühmt waren, dass sie sogar ins Schwedische übersetzt wurden. Ebenso verfasste er auch das heute noch benutze Lehrbuch Christian Astrology. Seine astrologischen Prophezeiungen und seine Begabung in praktischer Lebensberatung, waren von äußerster Beliebtheit. Sowohl die königliche Familie als auch einfache Volksleute hielt er mit seinen Begabungen stets im Bann.


Die Voraussage von Nostradamus, das Jahr 1939 werde blutgetränkt, seine klare Prophezeiung weiterer wichtiger Ereignisse, wie die Enthauptung von Marie Antoinette und ihrem Gatten Ludwig XVI aber auch jene von Simon Forman oder William Lilly bezogen sich immer wieder auf Ereignisse von allgemeiner Bedeutung.


Seit dem Mittelalter wird die Zukunftsdeutung jedoch meist als Wahrsagen, betrieben, welche sich mit der zukünftigen Entwicklung des Lebens einzelner Personen, beschäftigt. Im Mittelalter war diese Art von Deutung jedoch nur der Königsfamilie den Herrschern oder seinem ganzem Stamm vorbehalten.


Die dafür bekannteste Methode war und ist die Astrologie, welche auf der Beobachtung von Sonne, Mond und Planeten im Verhältnis zueinander und zu den Zeichen des Tierkreises, beruht. Auch die zuvor genannten Herren haben ihre Prophezeiungen bereits auf ein Horoskop gestützt, welches nach den Regeln der Stundenastrologie interpretiert wurde.


Man kann nur vermuten wann und wo die Astrologie, die sorgfältige Beobachtung der Mondphasen, mit ihren ersten Schritten begann. Archäologische Knochenfunde mit Kratzzeichen, welche sich auf die Veränderung des Mondes beziehen, lassen darauf zurückführen, dass sie ihre allerersten Anfänge bereits vor mehr als 30.000 Jahren fand.

 

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Man muß manchem zustimmen, was zwar nicht bis ins letzte ergründet werden kann, wodurch aber sich das Leben eines Weisen bestimmt.

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